Nach der Idee von Song des Tages, ist Film des Tages Fundgrube für Film und Fernsehen. Täglich stellen wir einen Film vor, besprechen eine Folge Fernsehfiktion oder durchwühlen unsere Fundgrube nach längst vergessenen Perlen der Film- und Fernsehgeschichte. Film des Tages sind Ben_ und Christian und Nico.

Dienstag Dezember 28, 2010

Long Kiss Goodnight

Der so ziem­lich letzte sehens­werte Kino­auf­tritt von Geena Davis, eigent­lich auch kein Weih­nachst­film, aber man sieht Schnee im Film… egal. Davis war vor die­sem Film Haupt­dar­stel­le­rin in einem der größ­ten Flopps Hol­ly­woods. Bei die­sem Film gab es ein Skript aus guter Hand, mit Sam “da Man” Jack­son einen tol­len Neben­dar­stel­ler. Die Geschichte ist jetzt nichts Welt­be­we­gen­des. Alles irgendwo schon mal dage­we­sen. Die weni­gen Zuta­ten des Films funk­tio­nie­ren jedoch sehr gut in Kom­bi­na­tion bil­den ein weih­nacht­lich ange­hauch­ten Action­film, der auch fast jedes Jahr zur Weih­nachts­zeit im Fern­se­hen läuft.

Montag Dezember 27, 2010

Die Hard

Die Mut­ter aller Weihnachts-Action funk­tio­niert auch 2010 noch super. Diese Film­se­rie ist schließ­lich 2007 mit dem 4ten Teil kom­plett ver­senkt wor­den, drum wird es Zeit mal wie­der die guten ers­ten Teile zu sehen, aus einer Zeit als Action auch im Main­stream häss­lich war, Bruce Wil­lis noch Haare und jeder Böse­wicht im US-Kino ein Deut­scher war. Ernst­haft, wer den Film noch nicht im Ori­gi­nal gese­hen hat, muss es tun. Die Bösen spre­chen hier selbst im US-Orginal so eine Mischung aus ech­tem und Pseudo-Deutsch. Man weiß nicht ob man Lachen oder Heu­len soll. Die­ser Film ist mitt­ler­weile 20 Jahre alt und deklas­siert noch immer jeden aktu­el­len Ver­schnitt des Gen­res. Yippee-ki-yay, mother­fu­cker. Wie alt die­ser Film dann ist, merkt man an der deut­schen Syn­chro, die es doch tat­säch­lich wagt mother­fu­cker mit Schwei­ne­ba­cke zu über­set­zen. Anpas­sung hin oder her, aber Schwei­ne­ba­cke? So hat selbst vor 20 Jah­ren nie­mand gespro­chen.

Freitag Dezember 10, 2010

Robocop

Freitags Kino. Laut, überdreht, blutig, lustig und gut. Robocop ist purer Paul Verhoeven im besten Hollywood Modus. Das Ding ist immer noch ein harter Schlag in die Magengegend und hat in all den Jahren nichts von seiner Effiziens verloren. Eine einfache Geschichte für zwischendurch, mit einem unnachahmlichen Intro und einem zum Schreien komischen Finale. Prädikat besonders wertvoll weil noch nicht durch ein Remake verwässert.

Donnerstag Dezember 09, 2010

French Connection 2

Der erste Teil ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Das Sequel eine der besten Fortsetzungen. Anders aber gut. French Connection 2 ist großartiger Drogenfilm, Charakterstudie und Protrait des einsamen Wolfs. Der Höhepunkt des Films geht mir auch nach dem x-ten Ansehen ans Mark. Kein angenehmes Unterhaltungskino, aber unvergesslich.

Sonntag Dezember 05, 2010

Crank

Manchmal muss Kino Crank sein. Auweia. Crank ist ein verfilmter Underground-Comic. Normalerweise bin ich kein Freund von 90 Minuten am Anschlag, aber Crank ist richtig unterhaltsam ohne wirklich gut oder schlecht zu sein. Der Film ist so schön gegen den Trend des Genres und hat sich damit eine große Fangemeinschaft verschafft, mich eingeschlossen.

Mittwoch Oktober 20, 2010

Taken

Auch für diesen Film kann ich nicht voreingenommen sein. Ein klassisches 70/80er Jahre Genre, mit einem meiner Lieblingsdarsteller? Taken ist eine Neuinterpretation der Death Wish Formel. Ex-Geheimdienst-Fuzzi, geschieden, wird live am Telefonzeuge, wie seine Tochter im Ausland entführt wird und verbringt den Rest der Handlung damit, sie wieder zu finden. Liam Neeson gibt einen tollen emotionalen Selbstjustizler ab. Die Action ist schnell, effektiv und realistisch. Sobald Neeson’s Bryan einmal loslegt, bricht der Film nicht mehr ab. Natürlich ist die Handlung zu hinterfragen und es fehlt ein echter einzelner Bösewicht, aber sei’s drum. Taken ist hartes, reines und gutes europäisches Unterhaltungskino.

Dienstag Oktober 19, 2010

Mission Impossible 2

Mission Impossibler ist die eingekochte Essenz aus allen Spion-Filmen der letzten 50 Jahre, aufgebohrt mit dem visuellen Stil eines John Woo. Dieser Film und sein Erfolg waren der Vorläufer für aktuelles Action-Pop-Kino. Dialoge die einem aus Scham im Sessel versinken lassen aus einem Drehbuch, das sich mit folgendem Zitat direkt aus dem Skript zusammenfassen lässt. “That simple, huh?” “Why not?” Die Handlung ist unlogisch voller Lücken, vorhersehbar und veraltet, bei einer Serie, die praktisch für Twists kreiert wurde, wärmt man hier nur alte Bond-Ideen wieder auf. Das Finale am Schluss setzt dem Ganzen die Krone auf und lässt selbst James Cameron’s Action Stil plausibel erscheinen. Style over Substance ist hier perfektioniert.

Samstag Oktober 16, 2010

Roadhouse

Der Film in dem Patrick Swayze einen neuen Beruf erfindet. Irgendwas zwischen Türsteher, Mädchen für alles und Chef vom Dienst, in einer amerikanischen Spelunke Ende der 80er. Herlich kitschiger kleiner Film, der sein Thema relativ lange mit Erfurcht behandelt, um dann allerdings in der Mitte des zweiten Akts in die übliche Richtung einzuschlagen. Auf seltsame Art und Weise immer wieder sehenswert seicht.

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