Nach der Idee von Song des Tages, ist Film des Tages Fundgrube für Film und Fernsehen. Täglich stellen wir einen Film vor, besprechen eine Folge Fernsehfiktion oder durchwühlen unsere Fundgrube nach längst vergessenen Perlen der Film- und Fernsehgeschichte. Film des Tages sind Ben_ und Christian und Nico.

Dienstag Dezember 21, 2010

Greystoke: The Legend of Tarzan

Als Kind war ich sehr angetan von dem Film, was zum Teil wohl daran liegen mag, dass ich ihn sehen durfte, als ich noch deutlich jünger war als der FSK wohl lieb sein drufte.

Ich hab den Film immer in guter Erinnerung behalten und das zurecht, wie sich rausgestellt hat. Der Film ist erstaunlich gut gealtert und der grundsätzliche Zugang zur Geschichte wirkt immer noch frisch. Ich wünschte mir fast, noch ein paar mehr solcher Filme zu sehen.

Umso verblüffender, dass er im kollektiven Gedächtnis nicht mehr so ganz hängengeblieben ist.

Dienstag Dezember 14, 2010

Centurion

Centurion stand bei Saturn rum und sah gleich auf den ersten Blick wie ein B-Movie aus. B-Movie, Römer, ab 18 – genau mein Ding. Abgesehen davon, dass der Film meiner bescheidenen Meinung nach, die perfekte Wahl für die Samstagabed-Spätvorstellung im heimische Wohnzimmer ist, gibt es noch etwas zu bemerken, dass mir schon bei Kampf der Titanen aufgefallen war: Wie maßgebend eigentlich der Herr der Ringe. Wenigstens drei oder vier Einstellungen sind überdeutliche Anleihen. Schön, gut so!

Montag Dezember 13, 2010

Drachenzähmen leicht gemacht

Weil Animationsfilme hier irgendwie nicht ganz den Raum bekommen, den sie in meinem Herzen einnehmen. Um wieviel kuhler sind die bitte mal, als die Zeichentrickfilme meiner Kindheit?

Sonntag Dezember 12, 2010

Robin Hood (2010)

Ich verstehe Ridley Scott nicht mehr. Gut, in Zeiten wie diesen die Geschichte von Robin Hood neuaufzulegen, die Geschicht von dem, der die Reichen bestahl, um es den Armen zu geben – das ist nicht ganz unnaheliegend. Und dass Ridley Scotts neuer Robin Hood ehrlicher, schmutziger und unromantischer daherkommt als dem Kevin Costner seiner, das ist auch fair enough.

So weit so gut. Leider gibt es ein paar zuviele “Abers”. Ich verstehe es einfach nicht. Warum hat es Ridley Scott nötig, so einen zutiefst mittelmäßigen und enttäuschenden Film zu machen?

Mittwoch Dezember 08, 2010

Kampf der Titanen (2010)

Als Kind habe ich die Vorlage dieses Sonntagabendpopkornblocbusters geliebt. Die Neuverflimung ist allerdings nicht mehr als ein … Sonntagabendpopkornblocbusters halt.

Leidlich bemerkenswert finde ich dies: Die Drehbuchautoren haben die ursprüngliche Liebesgeschichte – was bei der Referenz auf einen 30 Jahren alten Film sehr lustig ist, wenn dieser auf einem jahrtausende alten Mythis basiert – in eine Rache- und Revolutionsgeschichte der Menschen im allgemeinen und Perseus im Besonderen, die gegen die Götter. Lustig, dass man der Liebe in den Studios Hollywoods heute nicht mehr soviel zutraut und lieber zu Rache und Systemwechsel als Motivation greift, leider mit der Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft einer schlechten Xena-Folge.

Montag Dezember 06, 2010

Somewhere

Sofia Coppolas Film fühlen sich an, als hätte ich jahrzehnte darauf warten müssen, als hätten sie mir all die Jahre gefehlt. Und jetzt, endlich sind sie da.

Samstag Dezember 04, 2010

Tod eines Handlungsreisenden

Noch ein Volker Schlöndorfffilm. Nochmal amerikantische Charakterdarsteller. John Malchovic und Dustin Hoffman. Und wieder ein dichtes Stück. Kunststück. Der Tod eines Handlungsreisenden gehört vermutlich zu den besten Theaterstücken des 20 Jahrhunderts. Ich habs in der Schule gelesen, wie die meisten anderen auch. Aber anders als den meisten Kram, den ich dort lesen musste, habe ich den Tod eines Handlungsreisenden wirklich verstanden. Es hat mich erreicht und ich habe es sehr gemocht. Ich hab’s glaub ich zweimal im Theater gesehen und bin überrascht, dass es nur diese eine Verfilmung gibt.

Gerade für uns, gerade in diesen Zeiten, hat dieses Stück eigentlich nichts verloren. Willi Lohmann bleibt ein Menetkel. Nach 40 Jahren treuer Arbeit gefeuert. Überholt von der Zeit, unfähig schritt zu halten. Deklassiert von neuer Technik. Die Familie bricht auseinander, hatte immer schon Probleme. Und die eigenen Ideale sind so unendlich weit entfernt.

Donnerstag Dezember 02, 2010

Ein Aufstand alter Männer

Ein Aufstand alter Männer kann man glaube ich trotz des schon im Titel angedeuteten großen Ensemble als Kammerspiel bezeichnen. Die Handlung vollzieht sich binnen 24 Stunden und es gibt im Grunde nur eine Hand voll Orte, an denen die Geschichte spielt. Gleichzeitig ist die Geschichte denkbar einfach und dicht.

Und weil das nicht reicht, hat Volker Schlöndorf mit Louis Gossett Jr., Richard Witmark und der unvergleichlichen Holly Hunter dem starken Drehbuch ein paar starke Gesichter gegeben. Schön, dass ich den Film endlich mal wieder gesehen habe.

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